Die Bezeichnung Qigong fasst alte chinesische Methoden zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten sowie Mentaltrainings zusammen, deren Gegenstand die Arbeit mit der im chinesischen „Qi“ (sprich „tchie“) genannten Lebensenergie umfasst.

„Qi“ bedeutet so viel wie Lebenskraft, „Gong“ bezeichnet eine durch beständiges üben erlangte Fertigkeit. Qigong bedeutet stark verkürzt also: „Energiearbeit“.

Qigong wird weltweit und schon seit langer Zeit von jung und alt erfolgreich zur Unterstützung von Heilvorgängen eingesetzt.

Es hilft chronische Schmerzen zu lindern, erzeugt Wohlbefinden und führt zu einer zufriedenen Grundeinstellung. Qigong unterstützt die Stärkung des Immunsystems und damit der Selbstheilungskräfte. Es wirkt ausgleichend auf das Nervensystem und stärkt die Sensibilität auf vielfältige Weise.

Die Übungen entfalten ihre Wirkungsweise insbesondere dann, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden. Um Qigong zu üben benötigen Sie nur bequeme Kleidung, einen ruhigen Raum und... etwas Zeit.

Joerg JianShenYiQiFa webAus: "8 Übungen zur Essenzvermehrung"
(Der Holzfäller zeigt den Weg)

Qigong wird präventiv aber auch zur Behandlung bei vielen Krankheiten und im Bereich der Rehabilitation eingesetzt:

Asthma

Bluthochdruck

Schlafstörungen

Herz- und Kreislauferkrankungen

diverse Krebsarten

Verdauungsstörungen

rheumatischen Beschwerden

Rückenbeschwerden, Haltungsschäden, Gelenkprobleme

Multiple Sklerose

Frauenleiden (PMS, Beschwerden der Wechseljahre)

Sexualstörungen

Stoffwechsel- und Hormonhaushalt Störungen

Stressbedingte Störungen / Burnout Syndrom

Daoyin tu chart for leading and guiding people in exercise Wellcome L0036007Das “Daoyintu”, Seidenmalerei aus den Gräbern von Mawangdui [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons]

Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Grenzen

Bei bestehenden Vorerkrankungen müssen Qigong Übungen darauf abgestimmt werden.

Qigong sollte nicht von psychisch instabilen Personen praktiziert werden. Durch individuell unterschiedlich ausgeprägte Sensibilisierungseffekte könnten Psychosen induziert (provoziert) werden. Obgleich ich persönlich der Ansicht bin, dass dieses Risiko bei fachgerechter Anleitung sehr gering ist und es noch keine seriösen Studien nzw. Belege zu dieser Behauptung gibt.

Werden Qigong Übungen falsch oder fehlerhaft durchgeführt, können Schwindel, Kopfschmerzen und unerwünschte Blutdruckveränderungen auftreten. Üben Sie daher mit einem kompetenten, gut ausgebildeten und verständnissvollen Kursleiter.

Während Schwangerschaft und Stillzeit sind Intensität und Art der Qigong Übungen sorgfältig abzuwägen. Stauchimpulse wie bei „Auf die Fersen fallen um die 100 Krankheiten auszutreiben“ aus dem BaDuanJin (Acht Brokate) sind i.d.F. ungünstig, Übungen zur Stärkung des Perinäums hingegen förderlich.