Herzlich Willkommen
Du suchst nach Qigong Kursen in Dresden oder möchtest wissen, was ist dieses Qigong (man spricht's "tchigung") eigentlich? Und, welche Kleidung ist dazu ratsam?
Ich bin Jörg Weyand, langjähriger Qigong Lehrer aus Dresden, und kann Dich bei Deiner Suche unterstützen.
Aus: "Das Spiel der 5 Tiere"(Der Hirsch präsentiert sein Geweih)
Was ist Qigong?
Außerhalb China's versteht man unter Qigong oft nur die bewegten Übungen der traditionellen chinesischen Heilgymnastik. Doch Qigong ist viel mehr als nur harmonisch fließende Bewegung.
Es ist eine der fünf Heilmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin und kennt viele verschiedene Wege, um heilende Kräfte bei allen Lebewesen freizusetzen. Eine gute Qigong TV-Reportage der NDR Visite Redaktion habe ich in meinem Blog-Archiv verlinkt. In nur acht Minuten erfährst Du dort viel Interessantes über Qigong und Tai Chi.
Wenn Du nicht nur wissen willst WAS es ist, sondern WIE es ist, empfehle ich Dir, es einfach zu Tun. Zum Beispiel bei mir.
Genieße die Übungspraxis und beobachte all die positiven Veränderungen an Dir, in Dir und um Dich herum. Etwas aktiv zu erleben ist viel besser als nur darüber zu reden! 😉
Yoga & Qigong
Wie im Yoga will man auch im Qigong durch Stimulation von Lebensenergie (Prana, Qi, Ki, Odem, Orgon usw.) gesundheitsfördernde Prozesse auslösen. Übrigens bezeichneten bis in die 1950er Jahre hinein westliche Reisende (z.B. John Blofeld) die chinesische Heilgymnastik ebenfalls noch als Yoga.
Yoga und Qigong haben also einiges gemeinsam. Vielleicht sogar den gleichen historischen Ursprung (im Gebiet des heutigen Tibet?). Und doch gibt es so einige Unterschiede.
Was sind die wesentlichen Merkmlae von Yoga Übungen? Nun, zum Beispiel verwendet man im weit verbreiteten Hatha Yoga statische Körperhaltungen (Asana's) und legt den Fokus auf intensive Atemübungen. Die beste Wirkung auf das Prana wird einer perfekt gehaltenen Asana zugesprochen, oft flankiert von einer asketisch geprägten Lebensweise.

Im Qigong hingegen kultivierst Du die Lebensenergie Qi ("tchie") durch fließende und ineinander übergehende Bewegungsfolgen. Lange Haltepunkte sind eher selten, die Bewegungselemente dafür komplexer. Die Bewegung folgt der Atmung, die Atmung der Bewegung. Diese Empfehlungen empfinden viele als angenehme Alternative.
In China bezeichnete man diese Herangehensweise auch als "Wie außen so innen und wie innen so außen" oder auch als "Bewegt sich eins, bewegt sich alles".
Für die Qigong Übungspraxis braucht es also keine übergenaue Ausführung und keine extremen Positionen. Die Dehnung von Muskeln, Sehnen und Faszien geschieht durch loslassen, nicht durch physischen Krafteinsatz.
Die Ziele im Qigong sind "Ziran" (Natürlichkeit) und "Fang Song" (Entspannung durch loslassen).
Stilles Qigong
Neben dem bewegten Qigong gibt es auch das stille Qigong und Mischformen. Hierbei wirst Du Dein Qi durch Mentaltrainings und Meditationen "kultivieren", wie man gern sagt. Durch mentale Projektion gelenktes Qi bereichert Deinen Bewegungsfluss und unterstützt Heilprozesse auf subtile Weise.
Dein ruheloser Geist wird sich an Dein Bewegungserlebnis binden, bis er leer ist. So gelangst Du zu Wuwei, dem absichtslosen Handeln. Diesen Zustand zu erlangen, war den alten daoistischen Weisen und den Gelehrten des Chan (Zen) ein wichtiges Anliegen.
Traditionell verwendeten die Altmeister wohl früher für bewegtes (äußeres) Qigong etwa zwei Drittel und für stilles (inneres) Qigong etwa ein Drittel ihrer Übungszeit.
Buddhas Empfehlungen für Deinen Weg:
Einfachheit, Geduld und Mitgefühl
Qigong und Heilung
Qigong eignet sich hervorragend zur Unterstützung von Heilvorgängen, denn es stärkt den Parasympathikus. Darüber hinaus stärkt Qigong die Sensibilität auf vielfältige und oft überraschende Weise.
Es kann chronische Schmerzen (Schmerztherapie, Physiotherapie) lindern und wird bei Erschöpfungszuständen eingesetzt. Weltweit geschätzt ist die ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem, die Kräftigung der Untermuskulatur und vor allem die Stärkung des Immunsystems und des Gleichgewichts.
Qigong gilt als sehr schonend. Die positiven Wirkungen setzen zunächst sanft ein und verstärken sich langfristig. Daher sollte Qigong regelmäßig praktiziert werden! 😉
Auch das in der Fitnessbranche vielbemühte "Faszientraining" ist seit jeher normaler Bestandteil des Qigong. Qigong wird zudem in der Krebstherapie als komplementärmedizinische Ergänzung empfohlen (S3 Leitlinie Onkologie). Darüber hinaus gibt es "WaiQi LiaoFa", die im Qigong praktizierten Methoden zur heilenden Energieübertragung.
